N.A. EICHLER - MAINHATTAN-LOGO

M  A  I  N  H  A  T   T   A   N 

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Google Frankfurt


GOOGLE-StreetCam in Frankfurt


MAINHATTAN
STREET VIEW


Frankfurt ist eine der zwanzig deutschen Städte, die in diesen Wochen als erste im "Public Viewing" von "GOOGLE Street View" vermetert Mainhattan from a distance und bebildert ins Netz gestellt werden. Und wie überall in Deutschland schreckt auch in Frankfurt der sonst bei viel gravierenderen Anlässen von größerer politischer und persönlicher Tragweite eher verschlafene deutsche Spießer auf, um seine "persönlichen Rechte zu verteidigen" und dagegen ins Feld zu ziehen, daß sein öffentlich zu sehendes Wohnhaus von nun an auch öffentlich zu sehen sein soll.

Gleich vorweg, um Mißverständnisse zu vermeiden: Es ist tatsächlich inakzeptabel, daß Google über Hecken und Zäune, die als Sichtschutz gedacht sind, hinwegfilmt, oder in WLAN-Verbindungen "reinhackt" - und das ist auch mit gesetzlichen Mitteln zu unterbinden. Aber die GOOGLE-Marketing-Managerin Freyduni einfache, dokumentarische Abbildung von öffentlichen Ansichten jedweder Art, also auch von Wohn- und Geschäftsstraßen, ist nicht nur völlig legitim, sondern eine geradezu revolutionäre, kulturelle Bereicherung für die Bewußtseinsentwicklung und den Bewußtseinshorizont der ganzen Menschheit - eine Pionierleistung, die man feiern statt engstirnig befeuern sollte. Und daran ändert auch die Tatsache nichts, daß Google seine Aktivitäten auf kommerzieller Basis betreibt - in einer totalitär kommerzialisierten Welt ist die kommerzielle Grundlage ohnehin die nahezu einzige Möglichkeit, Projekte gleich welcher Art zu realisieren, sprich: zu finanzieren. Wer daran Anstoß nehmen will, der sollte dem zeitgenössischen Realplaneten auf einen Die Welt zum anklicken anderen zu entfliehen - oder an dieser kapitaldiktierten Perversion ausnahmslos aller Kultur- und Existenzbedingungen des Menschen etwas zu ändern versuchen.

"Kultur" ist schon seit Jahrhunderten nicht mehr das, was im Kaminzimmer der Burg des Regenten über dem Sims an der Wand hing und vom "gemeinen Volk" nie besichtigt werden konnte. Und ebenso wenig ist "Privatsphäre" der öffentlich geregelte und zugängliche Teil der persönlichen Lebensgestaltung - und dazu gehört nun mal auch die gesellschaftlich organisierte und verwaltete Realität von Wohnwelten und architektonischer Gestaltung. Jeder Straße und Siedlung, jeder Häuser- Medielle Weltbetrachtung - weltweit und Villen-Ansicht (soweit sie eben, von ihrer öffentlichen, also ohnehin frei zugänglichen Seite, so zu sehen und zu verstehen sind). "Privatsphäre" und die damit verbundenen "Rechte" sind weiß Gott etwas anderes als die Vorderansicht eines, jedes Hauses, die als öffentliche Fassade gedacht und erstellt wurde. Und "Öffentlichkeit" ist längst als medielle Öffentlichkeit zu verstehen, und nicht mehr als die des Dorfbrunnens - eine globalisierte Welt ist, was offenbar in vielen Bewußtseinen noch nicht angekommen ist, abgesehen von der kapitalistischen Waren- und Konsumlogistik, zu nahezu hundert Prozent "mediell" globalisiert, und keineswegs vom realen Erfahrungshorizont her.

Mit anderen Worten: "Die Welt" unseres Bewußtseins ist längst der (virtuelle) Verständnishorizont der Medienvermittlung, Die Leuchten von Bielefeld: OB Pit Clausen und Mannschaft und nur noch zu einem kleinsten Bruchteil der unserer "persönlichen Anschauung". In Bezug auf das eigene, öffentliche Wohnhaus, oder gar "kommunale Gebäude und Fahrzeuge" (wie z.B. die Leuchten der Administration von Bielefeld es fordern, die ihre ganze Das zeitlos gestrige ungesunde Volksempfinden Stadt vom Google-Planeten ausblenden wollen), an der horizontbegrenzten Ignoranz der Dorfstraße festhalten zu wollen, ist nicht nur das übliche, bis zum Erbrechen zeitlose, psychisch deformierte Spießer-Defizit einer objektiven Weltanschauung, sondern gesellschaftlich wie kulturell hochgradig anachronistisch, also eine für den sinnvollen Umgang mit den positiven Optionen der "Welt von heute" geradezu unbrauchbare Lebenshaltung. Evolutionär betrachtet: Die zeitgenössische Variante der Weigerung des Primaten, vom Baum herabzusteigen und aufrecht gehen zu lernen.

Das MAINHATTAN JOURNAL würde sich deshalb wirklich freuen, wenn es demnächst melden könnte, daß die Einwohner des weltoffenen, urbanen Frankfurt, das schon technisch als "Glasfaser-Solarplexus" (siehe: "MAINHATTAN VIRTUELL", linke Spalte) der mediellen Internetwelt dient, bundesweit die wenigsten Widersprüche gegen das "Google Street View" ihrer Stadt angemeldet haben. Denn Mainhattan Street View Frankfurter sind (oder sollten es zumindest sein) nach den bewegten Sechzigern durchaus ein wenig "hippyesker", also offener und kommunikationsfreudiger in ihrem Selbstverständnis als die Bewohner anderer Städte, die die Sechziger nur von den Vinylscheiben auf ihrem Plattenteller und von Medienberichten her kennen.

Und dafür können sich sicher nicht nur "Vera" und ihr unbekannter Liebhaber vom Mainufer verbürgen, der seine Neigung dort als ganz persönliche "Street View" veröffentlicht hat.

P.S.: Mit schönem Gruß von Mutti meldet auch der frischplatzierte Regierungssprecher Seibert als erste "Amtshandlung" zu diesem dankbaren Thema, daß Angela Merkel "es Mutti findet alles gut, soweit gut findet, daß der Bürger Einspruchsmöglichkeiten hat" (MainFM, 16.8.2010, 14.00 Uhr). Na also, hat doch geklappt mit der Amtseinführung. Daß er "echt nervös" war, "wie bei Abi, Führerscheinprüfung und sonstwas zusammen" und "daraus garkeinen Hehl machen" wolle, wie er sagte, lag sicher nicht "an den ganzen Presseveröffentlichungen im Vorfeld". Eher schon an seinem persönlichen Hintergrund (siehe: "Neues...") - und dem des Amtes selbst. Aber sicher "wächst" auch er "da noch hinein" - wie die kleine Steffi in die viel zu großen Stöckelschuhe ihrer Mutter. Die große Welt von GOOGLE ist jedenfalls durch Mutti Merkels Kommentar auch für Frankfurter vorerst noch kein bißchen verständlicher geworden.


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Private Viewing


Crosb, Stills, Nash & Young: Déjà Vu


OUR HOUSE

         I'll light the fire,
         you place the flowers
         in the vase that you
         bought today.
         Staring at the fire
         for hours and hours,
         while I listen to you
         play your love song
         all night long for me.

         Come to me now,
         and rest your head
         for just five minutes,
         everything is done.
         Such a cozy room,
         the windows are illuminated
         by the evening sunshine,
         through them fiery gems,
         for you, only for you.

         Our house
         is a very very very fine house,
         with two cats in the yard,
         life used to be so hard.,
         now everything is easy
         'cause of you.

         I'll light the fire,
         you place the flowers
         in the vase that you
         bought today.


(Graham Nash, 1970/
CROSBY, STILLS, NASH & YOUNG,
"Déjà Vu"
)


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Foto-Poster zum Herunterladen

Erfolgreiche Aktion:
ABGESCHALTET IN FRANKFURT

Von den Medien erwartungsgemäß verschwiegen und unterschlagen, weil völlig gewaltfrei und entspannt durchgeführt: Die von Campact, Attac und Greenpeace initiierte und organisierte, bundesweite Aktion "ATOMKRAFT ABSCHALTEN"!" am 21. August 2010 war, gesponsort von einem herrlich strahlenden Sonnenhimmel, zumindest in Entspannter Zug durch die City Frankfurt am Main ein voller Erfolg. Mehr als 300 engagierte Frankfurter fanden sich ab 12.00 Uhr an der Hautpwache ein, um "mal richtig abzuschalten" - und hatten dazu Strandmatten und Badetücher, Sonnenschirme und Liegestühle mitgebracht, mit denen sie es sich im Zentrum der Stadt, auf der Verkehrsinsel Hauptwache, zum Sonnenbaden bei 34° Celsius gemütlich machten.

Auf ein Zeichen hin erhoben sich schließlich alle und entfalteten zur Verblüffung der unermüdlichen Frankfurter Samstags-Shopper Plakate mit der Aufforderung:

Erika Steinbach / Matthias Zimmer:
Atomkraft abschalten!

Anschließend zog man durch die Innenstadt, begleitet von entspannten Polizisten, besetzte danach für den Rest der Brücken-Besetzung gegen Brücken-Technologie Aktion den "Eisernen Steg", stattete alle Frankfurter, die durch dieses "Nadelöhr" zur Innenstadt strebten oder von dort zurückkamen, mit Flyern und Handzetteln aus, und konnte schließlich mit Genugtuung feststellen, daß die atomkritische Einstellung der Frankfurter kein bißchen geschwunden ist - aller ebenso heuchlerisch wie hartnäckig und penetrant betriebenen schwarz-gelben Atomausstiegsendlosbrückentechnologieverlängerungspropagandapolitik zum Trotz!

Für alle Teilnehmer wie auch alle allzu trägen Nicht-Teilnehmer der Demonstration, ebenso wie für alle Nicht-Frankfurter jedweder Gesinnung und Provenienz, habe ich zur Erinnerung ein bei der Aktion Deutschland schaltet Atommüllfabriken ab! gemachtes Foto als hier ins Netz gestellt - "Free Copyright" für alle nicht-kommerziellen Zwecke! Und zur Verschönerung aller Wände in Deutschland wartet ein ganzes Portfolio mit insgesamt zwölf Foto-Poster-Motiven ab sofort darauf, kostenlos von Ihnen heruntergeladen und ausgedruckt zu werden, um damit Wohnungs-, Büro-, Ferienhaus-, Schrebergartenhütten- und Baumhauswände (und was Ihnen sonst noch so einfällt) zu beleben - und so zugleich dauerhaft daran erinnert zu werden, welche wesentlichen Probleme unserer Zeit dringendst zu lösen sind - jetzt, und nicht erst "übermorgen"! Und für alle Zukunft!

Zur großen Gratis-Foto-Poster Download-Aktion "ATOMKRAFT ABSCHALTEN!" geht's hier entlang. Und zum Download des begehrten "Abschalten in Frankfurt"-Posters nach wie vor da!



(August 2010)