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" D E R N E U E
D E U T S C H E M I C H E L "
D E U T S C H E M I C H E L "
Der "klassische" deutsche Michel ist sicher jedem bekannt,
auch wenn
sich gerade heute kaum ein Deutscher mehr mit ihm identifizieren möchte. Und erst
recht nicht die wachsende Zahl der "Deutschen mit
afrikanischem / nahöstlichem / vorderasiatischem / westrussischem / etc.
Migrationshintergrund", also Roberto Blanco, Bruce Darnell und Boris Becker ebenso
wie Bülent Ceylan, Gündäh Yauch, Yasmina Filali und
der eine oder andere Klitschko,
sowie alle anderen beiderlei Geschlechts, für die die genannten "Promis" hier nur
stellvertretend stehen können und sollen.
Und in der Tat: Der deutsche Michel alter Tradition ist passé. Der war ein recht beschränktes, kontraktiertes, analfixiertes Wesen, das in seinem alltäglich-uniformen, geistlosen Lebensgang und stereotypen Daseinsablauf nicht gestört und schon garnicht verändert werden wollte, und wenn doch einmal Fremde wagten, in seine kleine Heilewelt-Burg einzudringen, verjagte er sie mit angespitzten Bohnenstangen aus dem eigenen Kleingarten, also selbstgefertigten Spießen, um dann wieder zufrieden in seine intakt gebliebene Blümchentapetenidylle zurückzukehren, was ihm den Namen "Spießer" einbrachte, der sich ihm (trotz der etwas angestaubten, selbst fast "spießig" wirkenden Gebrauchscharakteristik des Begriffs, weswegen ich ihn früher lieber vermieden habe, aber in Ermangelung eines besseren Generikums doch immer wieder einsetze) bis heute erhalten hat - ebenso wie "Bürger", obwohl der deutsche Michel längst nicht mehr in Burgen lebt, sondern in Lofts und Flats und Appartements und Sozialwohnungen und Studentenwohnheimen und Reihen-/Doppelhaushälftenetagen und Bausparhäuschen und Auffahrtvillen, und zum Vertreiben alles Unbekannten und Fremden und Ungewohnten und Geistvollen und Bewußtseinsbildenden auch keine hölzernen Stangen-Spieße mehr benutzt, sondern Designer-Kochlöffel von WMF und Salatgabeln und Nordic Walking- und Golf-Stöcke und Edelstahl-Grillspieße vom Discounter.
Längst ist der "neue deutsche Spießer/Bürger/Michel" angesagt: Weltoffen, lebenslustig, hedonistisch und konsumfreudig, dabei beschränkt, kontraktiert und analfixiert wie eh und je, um in seinem alltäglich-uniformen, geistlosen Lebensgang und stereotyp-abwechslungsreichen Daseinsablauf nicht gestört und schon gar nicht verändert zu werden, so unverständlich, unsicher und dissonant seine "heile Welt" auch in der unheilen neoliberalen Willkürwirklichkeit geworden sein mag. Und so ist der "neue" deutsche Spießer/Bürger/Michel auch kein bißchen anders geworden, sondern noch ganz "der alte", dafür aber, insbesondere nach seiner Wiedervereinigung mit den östlich- / westlichen Volksbrüdern und -schwestern, zu einem geistig erweiterten Horizont erwachsen, der nicht mehr an der geblümten Innentapete und am Gartenzaun endet, sondern hinaus in die Welt bis an die geblümten Kultur-Innentapeten der neuen und vorläufig endgültigen deutschen Landesgrenzen reicht, und oft genug dabei noch bis in die parallele Innen-, Unter- und Hinterwelt des spießig-adep(p)tischen Okkultschreber-"Kosmos" der neuen deutschen Spatzenhirn-Selbstaufschäumung schwarzweißmagischer Möchtegern-Lebensmanager-Würstchen. Erst der "neue" ist ein richtiger, echter und erkennbar profilierter "deutscher Spießer/Bürger/Michel" mit (Hinter-)Weltstatus. Und doch hat uns allen bisher ein Bild von ihm gefehlt, um ihn für alle Zukunft angemessen in unserem Bewußtsein zu repräsentieren und damit den "alten Michel" dort endgültig abzulösen.
Diesem Mangel habe ich nun schon vor einigen Jahren, im Rahmen meiner Arbeiten am
Grafik-Zyklus "WORLDSCAPES - LANDSHAPES", der die geografischen Formen der
einzelnen Länder in
ihre mysteriöserweise immer wieder erhellend zutreffenden, bildhaften Sinn-Grafiken
übersetzt (bekanntes Beispiel: Italien = Stiefel), abgeholfen und dem "neuen
deutschen Michel" sein zeitlos "neues", ihn generisch wie prototypisch
charakterisierendes "Gesicht" gegeben, das uns in seinen vielfältig bunten,
individuell wie provenienzial variierten Ausprägungen, Spielarten und Facetten
täglich überall im Lande begegnet.
Dabei sind längst nicht alle Migranten / Migrantinnen voll und ganz mit den bei
uns vorgefundenen, ihnen oft unverständlichen, primitiv erscheinenden
Lebensgewohnheiten der "eingeborenen Deutschen" einverstanden und glücklich, und
völlig problemlos und konfliktfrei
zum/zur "Michel"/"Micheline" geworden. So beklagt etwa die Deutsche afrikanischen
Ursprungs Awiny (in der Zeitung "Weltblick") die Schamlosigkeit der deutschen Frau,
mit nahezu vollständig nackten Beinen in der Öffentlichkeit aufzutreten. Und auch
den Verzehr "blutleerer, tiefgefrorener Hühner und halbflüssiger Eier aus der
Pfanne" findet Awiny kulturlos und unästhetisch. Was würde sie erst dazu sagen, wenn
sie wüßte, unter welchen barbarischen Legebatterie-Bedingungen diese für Menschen
gedachte Nahrung bei uns "produziert" wird ?
Sozial engagierte und interessierte Migrantinnen sind darüber hinaus über den
Bildungsnotstand bei unseren einheimischen Pisa-Schülern entsetzt
und versuchen auf ihre Weise, durch modische Akzente dieser Misere ein wenig
entgegenzusteuern, indem sie demonstrativ mit Buchstaben des Alphabets
gestaltete Kleidungsstücke tragen, um auf die Segnungen einer soliden Schulbildung
aufmerksam zu machen - ein Engagement, das von den einheimischen Medien noch
längst nicht genügend gewürdigt und unterstützt wird. Vielleicht weil man da,
bei den inzwischen in allen Redaktionen dominanten, sekundäranalphabetischen
Pisa-Generationen, selbst nicht mehr ausreichend, also inhaltsbezogen sinnvoll
und relevant, lesen und schreiben kann ?
Auch deshalb, und um der gerade bei den Betroffenen des Bildungsnotstands
verbreiteten Vorstellung, Migranten würden nur ein Heer
an Kopftuchträgerinnen und Gemüsehändlern hervorbringen, entgegenzutreten, sieht
sich die Bundesregierung inzwischen genötigt, in großformatigen Anzeigen gegen diese
Vorurteile vorzugehen und auf die klaren Vorteile ihrer Migrationspolitik für die
deutsche Gesellschaft hinzuweisen - insbesondere im Hinblick auf die rückläufige
Bevölkerungsentwicklung der Einheimischen und das damit verbundene Steueraufkommen
bei wachsender Staatsverschuldung.
Umso mehr freut es mich, diese Bemühungen jetzt durch einen künstlerischen Beitrag unterstützen und die multikulturelle Entwicklung des deutschen Selbstverständnisses durch meinen übergreifend globalethnischen "neuen deutschen Michel" kreativ fördern, vielleicht sogar ein wenig beschleunigen zu können. Tun Sie deshalb nun auch das Ihre und ordern Sie meine Grafik, um damit Ihr Heim zu schmücken und durch sie der großen gesellschaftlichen Veränderung Ausdruck zu geben, die längst täglich und überall unser "ganz normal globales" und "neues deutsches Leben" prägt, definiert und gestaltet.
Das Diptychon "DER NEUE DEUTSCHE MICHEL" (siehe unten) läßt sich hervorragend in zwei separate Rahmen einbringen und an geeigneten Wänden wirkungsvoll anordnen - etwa links und rechts eines dekorativen Spiegels. Ihrer gestalterischen Fantasie sind da keine Grenzen gesetzt. Und bitte denken Sie daran: Etwaige Ähnlichkeiten meines "neuen deutschen Michel" mit den unbelehrbar debilsten und ignorantesten unter den deutschen Bildschirm-Hamplern und -Marionetten der Hinterwelt-Okkultspießermafia, wie beispielsweise Peter "der Kiekser" Kloepfel und Steffi Seifert, Tanja Reschka und Klaus Cleiber (denen noch, samt ihren Sendern und nicht minder debilen Jauchehirn-"GODS", die herrlichsten und beschämendsten, aufregendsten und spektakulärsten Medienwelt-Skandale durch mich bevorstehen, die sie sich nicht einmal vorstellen können), wären zwar rein zufällig, aber kein bißchen unwillkommen.
Beide Preise für das Diptychon, für das unsignierte ebenso wie für das signierte, verstehen sich, wie immer bei mir, inklusive sachgerechter Verpackung und versichertem Versand an die von Ihnen gewünschte Adresse. Wie alle meine Gemälde, Grafiken, Multiples und Objekte tragen auch die signierten Kunstdrucke dieser Grafik auf der Rückseite das E.R.A.-Echtheitszertifikat (Eichler Register of Artworks) mit der unverwechselbaren Werkverzeichnis-Nummer.
Ich freue mich auf Ihre Bestellung und wünsche Ihnen viele "neue deutsche Einsichten/Ausblicke" in der längst "globalisierten" Wirklichkeit dieses unseres Landes in dieser Zeit!
und ohne Vorrrats-Begrenzung:
" D E R N E U E
D E U T S C H E M I C H E L "
(Color-Laserdruck auf satiniertem 200-Gramm-Karton,
Format: 2 mal A3 (je 29,7 x 42,0 cm),
unlimitierte Edition)





